Kurz gesagt: Unser Körper trainiert beim Impfen für den Ernstfall "echte Infektion" - und ist dann in der Lage, aufgrund des Trainingsvorsprungs den Erreger so schnell zu töten, das die Erkrankung nicht ausbricht.
Der Impfstoff enthält tote oder abgeschwächte Viren und Teile davon, die als ungefährliche Sparringspartner für das Immunsystem dienen. Sie sorgen dafür, dass Abwehrzellen die Produktion von Antikörpern gegen genau diese "Trainingspartner" bilden und sie für Fresszellen markieren, die die Eindringlinge dann vernichten. Gleichzeitig werden die Virus-Informationen im Immungedächtnis abgespeichert.
So kann unser Körper beim nächsten Angriff des gleichen Gegners sofort eine gezielte Abwehrreaktion auslösen. Damit sichert sich unser Immunsystem den entscheidenden Trainingsvorteil für die "echte Schlacht". Die durch das Impf-Training abgespeicherten Antikörperinformationen bleiben abrufbereit im "Immungedächtnis" - solange, bis der gleiche Krankheitserreger wieder eindringt.
Wenn das passiert, können die "schlafenden" Abwehrzellen sofort in ausreichend hoher Zahl "reaktiviert" werden und den Eindringling mit der nötigen Armee an passenden Antikörpern umfassend markieren. Die Fresszellen vernichten umgehend alle Eindringlinge, bevor eine Krankheit ausbricht.
Das ist der "eingeimpfte Trainingsvorsprung" unseres Immunsystems!
